Ich bin dann mal weg

Ich packe in meinen Koffer ein:
– eine Taucherbrille
– ein Handtuch
– ein Buch
– eine Tube Zahnpasta
– eine Zahnbürste
– ein Taschenmesser
– eine Taschenlampe
– Streichhölzer
– eine Kerze
– eine Landkarte
– Sonnencreme
– ein Regencape
– was anzuziehen
– was auszuziehen
– Proviant für die ersten Tage
– Papier und Stift
– Traubenzucker für die Not
– Isomatte als Windschutz

Stunde der Gartenvögel

Zählen Sie eine Stunde lang Vögel – egal ob im Garten, vom Balkon aus, oder im benachbarten Park. Notieren Sie die höchste Anzahl von jeder Art, die Sie gleichzeitig sehen. So werden Vögel, die wegflattern und wiederkommen, nicht doppelt gezählt.

Hier geht es zur Mitmachseite des NABU

Die Stunde nehm ich mir!

Fundstück der Woche

Zum Mut machen:

„So will ich zu Gott bitten, dass er uns gnädig sei und wehre. Danach will ich auch räuchern, die Luft reinigen helfen, Arznei geben und nehmen. Orte und Personen meiden, da man meiner nicht bedarf, auf dass ich mich selbst nicht verwahrlose und dazu durch mich vielleicht viele andere vergiften und anstecken und ihnen so durch meine Nachlässigkeit Ursache des Todes sein möchte. Will mich indes mein Gott haben, so wird er mich wohl finden, so habe ich doch getan, was er mir zu tun gegeben hat, und bin weder an meinem eigenen noch an anderer Menschen Tode schuldig. Wo aber mein Nächster mein bedarf, will ich weder Orte noch Personen meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen, wie oben gesagt ist. Siehe, das ist ein rechter, gottesfürchtiger Glaube, der nicht dummkühn noch frech ist und auch Gott nicht versucht.“

Quelle: Luthers Werke, Weimarer Ausgabe, Band 23 – der Brief „Ob man vor dem Sterben fliehen möge“ schreibt Martin Luther an Johann Heß (1490-1547), deutscher Theologe und Reformator der Stadt Breslau, heute Wrocław in Polen.

Die Karten werden nicht gemischt

Die Unkenrufer haben recht behalten. Corona macht’s unmöglich. Ich bekam seit 8 Tagen keine Reservierungsbestätigung für heute Abend und seit heute sind die Kneipen in Leipzig ab 18 Uhr geschlossen. Es hatten bisher auch nur 3,5 Spieler zugesagt. So hält sich der ideelle Schaden in Grenzen.

Bleibt gesund!

Die Angst läuft mit

Die Angst lief vor 30 Jahren mit. Damals war ich 25, so wie meine große Tochter jetzt. Heute wollten wir gemeinsam um den Leipziger Innenstadtring gehen. Doch der Anschlag auf die Synagoge in Halle macht uns eine Strich durch die Rechnung. Stand 17:30 Uhr ist noch immer mindestens ein Täter auf der Flucht und es fahren keine Züge von Halle nach Leipzig.

Die Angst läuft heute Abend wieder mit. Doch damals wie heute lasse ich mich nicht aufhalten.

„Für ein offenes Land mit freien Menschen !“

Die Karten werden neu gemischt

Heute testen wir ein neues Lokal. Das Joseph-Pub wurde gewünscht. Liegt zwar nicht mehr so zentrumsnah, aber für Doppelkopf ist uns kein Weg zu weit. Jetzt müssen nur noch zugesagten Spieler erscheinen.

Mein Heimweg wird heute etwas abenteuerlich. Die Wildschweinrotten wurden angeblich verjagt, dafür könnte der Bahnübergang gesperrt sein. Ob die neue Unterführung schon begeh- und befahrbar ist, steht in den Sternen.

Schwein gehabt

Donnerstag Nacht auf dem Heimweg kurz nach Mitternacht war alles ruhig. Naja, mein Fahrradklappern hat die Wildschweine vielleicht nur fern gehalten.
Am Freitag gab es die erste Zeitungsmeldung:

Schwarzkittel richten auf Golfplatz und in Siedlungen Schäden an / Sonderabschussgenehmigung ohne Erfolg

 

Markkleeberg. Wildschweine wüten in immer größerer Anzahl auf den Grünflächen und in den Gärten Markkleebergs. Seit vielen Wochen sind sie im stadtnahen Bereich unterwegs, stromern durch die Siedlungen Abendsonne und Eulenberg, aber auch durch Zöbigker und Großstädteln. Nicht nur die Zerstörungen, sondern auch nächtliche Begegnungen verunsichern die Anwohner.

Sibylle David aus dem Ulmenweg hat ihren Garten gerade wieder in Ordnung gebracht. Seit Wochen kommen die Schwarzkittel auf der Suche nach Nahrung durch die Hecke, wühlen den neu angelegten Rasen und Beete um. Auf der nahen Streuobstwiese fühlen sie sich wohl. „Man hört und sieht sie meist gegen Mitternacht“, erzählt David. Auch auf dem freien Feld entlang der Prödelner Straße seien sie unterwegs. „Und die Wiese im Kees’schen Park zeigt Spuren der Verwüstung“, hat sie beobachtet.

Mehrmals schon wurde der Golfplatz am Cospudener See heimgesucht. „Fünfmal waren die Wildschweine bisher da, erst waren es kleinere Schäden, inzwischen mussten wir am Montag und am Mittwoch großflächige Reparaturen vornehmen“, erzählt Gerhard Pötzsch, Präsident des Golfclubs Markkleeberg.

Als CDU-Stadtrat hat er Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) bei der konstituierenden Sitzung am Mittwoch zum Handeln aufgefordert. „Ich verlange von ihm, dass er sich hier den Hut aufsetzt“, so Pötzsch. Zwei Rotten seien unterwegs. Mindestens acht Wildschweine lebten im Waldstreifen zwischen Golfplatz und Abendsonne, dazu eine Bache mit mehreren Frischlingen. „Den Golfclub belastet das nur materiell. Viel mehr Sorgen mache ich mir um die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Rudolf-Hildebrand-Gymnasium“, sagt Pötzsch. Es werde immer später hell. Eine Gefahr für die Kinder bei der Begegnung zwischen ihnen und den Schwarzkitteln könne nicht ausgeschlossen werden.

Peter Nitra hat auf dem Golfplatz am Cospudener See alle Hände voll zu tun, um die Schwarzkittel-Schäden zu beheben. TNN

Sein Vorschlag: „Die Wildschweine müssen vertrieben werden.“ Der OBM solle als oberster Feuerwehrmann die Kameraden in großer Mannschaftsstärke in den frühen Morgenstunden bestellen, um die Wildschweine lautstark aufzuscheuchen und entweder zurück ins Connewitzer Holz oder in die Waldgebiete der Neuen Harth zu treiben. Anschließend müsse man Verbrämungsmittel einsetzen, um die Tiere fernzuhalten.

Karsten Schütze erteilt dieser Maßnahme eine klare Absage: „Das wäre ein enormes Sicherheitsproblem. Es sind Straßen und Bahnschienen zu überqueren und auch in der Nacht sind Menschen unterwegs.“ Auch Leipzigs Forstdirektor Andreas Padberg sieht in solch einem Schritt keine Option. „Ein unkonventioneller Gedanke“, urteilt er. „Die Verantwortung würde ich im urbanen Bereich nicht übernehmen, weil die Wildschweine panikartig flüchten.“ In solch einer Situation sollte kein Spaziergänger oder Fahrradfahrer einem der haarigen Kraftprotze im Weg stehen. Padberg bezweifelt auch die dauerhafte Wirkung und vermutet, die Wildschweine kämen bald wieder. „Der Golfplatz ist für sie wie ein gedeckter Tisch“, erklärt er. Es gebe seiner Meinung nach nur zwei dauerhafte Lösungen: Die straffe Bejagung, wobei „wir als Sachsenforst im Bereich Neue Harth keine jagdlichen Befugnisse haben“. Aber Revierleiter Oliver Hering stünde Markkleeberg beratend zur Seite. Zweite Lösung: Lebensraumentzug. Man könne die Rückzugsräume wie Wälder ausdünnen, um sie unattraktiv zu machen – was allerdings dem Naturschutzgedanken widerspreche.

Die Stadtverwaltung hat bereits im Juli aufgrund zahlreicher Beschwerden aus der Bevölkerung Kontakt mit der Unteren Jagdbehörde beim Landkreis Leipzig aufgenommen und für zwei Bereiche Sonderabschussgenehmigungen beantragt. Für die Siedlung Großstädteln wurde das aufgrund der dichten Besiedlung abgelehnt, für den Bereich Abendsonne/Golfplatz wurde der Antrag genehmigt. Zwei Weidmänner mit besonderer Qualifikation sind mit der Bejagung beauftragt und haben bisher ein Wildschwein zur Strecke gebracht. Die erhoffte nachhaltige Wirkung auf die anderen Tiere sei nicht eingetreten, bedauert OBM Schütze. „Einer der Jäger hat Äpfel und Kartoffeln ausgelegt, um sie anzulocken“, hat Pötzsch beobachtet. „Das war kontraproduktiv, die Tiere kamen, aber leider war der Jäger nicht mehr da.“

Spannend ist, das eine Abschußgenehmigung für den Bereich Abendsonne genehmigt wurde. Mitten im Wohngebiet darf jetzt geschossen werden. erstaunlich was so eine Golfplatzlobby leisten kann. – Und natürlich darf man so kurz vor der Landtagswahl den Seitenhieb gegen den SPD OBM nicht zu gering werten.

Bleibt die Frage, warum wurde der Name des Jägers, der Wildschweine mit Äpfeln und Kartoffeln anlockt, nicht genannt? Hab er das richtige Parteibuch?

 

Die Karten werden neu gemischt

Wegen der langen Trockenheit beim letzten Spieltag auf der Rennbahn werden heute die Karten in der Vodkaria neu gemischt. Möge das Wasser des Lebens dort reichlich fließen!

Fast hätte ich einen sechsten Stuhl für unseren Tisch bestellen müssen, denn unser Berliner hat sein Kommen angesagt. Da erreichte mich heute früh am Morgen eine Absage mit einer neuen Ausrede.

Die Heimfahrt wird heute spannend. Im Auenwald und in unserem Wohngebiet treiben sich Wildschweinhorden herum. – Holdrio!