Die Karten werden neu gemischt

Heute ist es wieder soweit!

Der Ordnung halber weisen wir darauf hin, dass unter den derzeit geltenden Auflagen im Innenbereich maximal zwei Hausstände ohne Abstand an einem Tisch sitzen dürfen – es sei denn, es handelt sich um eine Familienfeier mit Verwandten und Bekannten 🙂
Wie dem auch sei: wenn wir uns alle vernünftig verhalten, Abstand zu
anderen Tischen halten, nicht wild in der Gegend rumknutschen und uns an die vorgegebenen Hygieneregeln halten, ist schon viel getan.

Zur Feier der ersten Doppelkopfrunde in der Pandemie und zur Rettung der Vodkaria treffen wir uns zum freudbetonten Spielen und betreuten Trinken. Spannend bleibt, wann die Sperrstunde schlägt.

Die Karten werden neu gemischt

Heute Abend wird Doppelkopf gespielt. Allerdings im eigenen Hausstand zur Feier meines Geburtstages.

Spielen im öffentlichen Raum ist in Sachsen noch immer nicht möglich. Nach einem halben Jahr Corana-Zwangspause gab es heute die ersten Nachfragen, wann wir mal wieder spielen werden.

Все будет!

Ich bin dann mal weg

Ich packe in meinen Koffer ein:
– eine Taucherbrille
– ein Handtuch
– ein Buch
– eine Tube Zahnpasta
– eine Zahnbürste
– ein Taschenmesser
– eine Taschenlampe
– Streichhölzer
– eine Kerze
– eine Landkarte
– Sonnencreme
– ein Regencape
– was anzuziehen
– was auszuziehen
– Proviant für die ersten Tage
– Papier und Stift
– Traubenzucker für die Not
– Isomatte als Windschutz

Fundstück der Woche

Zum Mut machen:

„So will ich zu Gott bitten, dass er uns gnädig sei und wehre. Danach will ich auch räuchern, die Luft reinigen helfen, Arznei geben und nehmen. Orte und Personen meiden, da man meiner nicht bedarf, auf dass ich mich selbst nicht verwahrlose und dazu durch mich vielleicht viele andere vergiften und anstecken und ihnen so durch meine Nachlässigkeit Ursache des Todes sein möchte. Will mich indes mein Gott haben, so wird er mich wohl finden, so habe ich doch getan, was er mir zu tun gegeben hat, und bin weder an meinem eigenen noch an anderer Menschen Tode schuldig. Wo aber mein Nächster mein bedarf, will ich weder Orte noch Personen meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen, wie oben gesagt ist. Siehe, das ist ein rechter, gottesfürchtiger Glaube, der nicht dummkühn noch frech ist und auch Gott nicht versucht.“

Quelle: Luthers Werke, Weimarer Ausgabe, Band 23 – der Brief „Ob man vor dem Sterben fliehen möge“ schreibt Martin Luther an Johann Heß (1490-1547), deutscher Theologe und Reformator der Stadt Breslau, heute Wrocław in Polen.

Die Karten werden nicht gemischt

Die Unkenrufer haben recht behalten. Corona macht’s unmöglich. Ich bekam seit 8 Tagen keine Reservierungsbestätigung für heute Abend und seit heute sind die Kneipen in Leipzig ab 18 Uhr geschlossen. Es hatten bisher auch nur 3,5 Spieler zugesagt. So hält sich der ideelle Schaden in Grenzen.

Bleibt gesund!

Die Angst läuft mit

Die Angst lief vor 30 Jahren mit. Damals war ich 25, so wie meine große Tochter jetzt. Heute wollten wir gemeinsam um den Leipziger Innenstadtring gehen. Doch der Anschlag auf die Synagoge in Halle macht uns eine Strich durch die Rechnung. Stand 17:30 Uhr ist noch immer mindestens ein Täter auf der Flucht und es fahren keine Züge von Halle nach Leipzig.

Die Angst läuft heute Abend wieder mit. Doch damals wie heute lasse ich mich nicht aufhalten.

„Für ein offenes Land mit freien Menschen !“

Die Karten werden neu gemischt

Heute testen wir ein neues Lokal. Das Joseph-Pub wurde gewünscht. Liegt zwar nicht mehr so zentrumsnah, aber für Doppelkopf ist uns kein Weg zu weit. Jetzt müssen nur noch zugesagten Spieler erscheinen.

Mein Heimweg wird heute etwas abenteuerlich. Die Wildschweinrotten wurden angeblich verjagt, dafür könnte der Bahnübergang gesperrt sein. Ob die neue Unterführung schon begeh- und befahrbar ist, steht in den Sternen.